Geschichte Sudans

9. Januar 2005

Ende des Bürgerkriegs im Südsudan. Unterzeichnung des Friedensabkommens (Comprehensive Peace Agreement – CPA) für den Südsudan, das dem Süden des Landes für sechs Jahre eine Teilautonomie (“Übergangsperiode”) gewährt. Danach Referendum über die Trennung oder Verbleib im Landesverband.

2003

Eskalation des Konfliktes in Darfur im Westen des Sudan. Die Zentralregierung geht mit dem Einsatz der Armee gegen die Rebellen aber auch gegen die Zivilbevölkerung vor.

1989

Putsch durch Omar Hassan Ahmad al-Bashir, Verhängung des Ausnahmezustands; Anheizung militärischer Aktivitäten im Süden; Islamisierung des Landes; Verwicklung der Führung in terroristische Aktivitäten (wie 1995 Anschlag auf ägyptischen Präsidenten Mubarak in Addis Abeba).

1983

Einführung der Scharia. Alle Bürger, gleich welcher Religion, müssen sich islamischem Recht unterwerfen.
Erneutes Ausbrechen des Bürgerkriegs im Südsudan (2. Phase)

1969 - 1985

Putsch und Regierungsübernahme durch Oberst Jaa’far al-Nimeiri; Verbot politischer Parteien

1965

Parlamentswahlen im Mai; erneute Etablierung einer Zivilregierung

1958 - 1965

Militärregierung unter General Ibrahim Abbud

1. Januar 1956

Entlassung des Sudan in die Unabhängigkeit

1955 - 1972

Bürgerkrieg im Südsudan (1. Phase)

1953

Abhaltung von Wahlen zur Vorbereitung auf die Unabhängigkeit

2. Hälfte des 19. Jh. - 1955

Sudan als britisch/ägyptisches Kondominium

Ende 18. Jh. - Mitte 19. Jh.

Eroberung des Sudan durch Mohamed Ali, ägyptische Herrschaft, Handel mit Sklaven und Gold

1500 - ca. 1800

Gründung verschiedener Scheichtümer durch dem Islam verbundene arabische Stämme

350 - 1504

Sudan unter christlichem Einfluss

1000 v.Chr. - 350 n.Chr.

Königreich Kusch, das weltgeschichtliche Bedeutung erlangt. Kusch eroberte im 8. und 7. Jh. v. Chr. Ägypten und beherrschte in der 25. Dynastie ein Reich vom Mittelmeer bis zu den Quellen des Nils.

1500 - 1000 v.Chr.

Der Norden des Sudan gelangt unter ägyptischen Einfluss